Camillo Bruni

Archiv für Dezember 2010

La piscine

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Laut Internet gibt es ein Schwimmbad ganz in der Nähe der Uni. Nach kurzem Fussmarsch angelangt konnte ich, wahrscheinlich meines Accents wegen, ohne nachfragen vom reduzierten Anwohnerpreis profitieren, 2 Euros. Drinnen angelangt suchte ich zuerst einmal vergebens nach etwaigen Garderobenschränken. Da Kabinen zu Haufe ungenutzt rumstanden entschied ich mich halt doch umzuziehen. Umständlich mit Kleidern, es ist ja Winter, folge ich einem andern Badbenutzer zur Vestière. Zwei Damen nehmen einem da die Kleider entgegen, nur nacht Vorweisen des Eintrittbillets. Obwohl man nun nur rund 10m vom Eingang entfernt ist.  Um dieses Stückchen Papier besser zu finden legte ich vorläufig alle Kleider auf den Tresen. Etwas entnervt machte die Dame mir klar, dass dies so nicht gehe, akzeptierte meine Entschuldigung, dass ich das erste mal hier sei jedoch mit einem Schmunzeln und hielt mir einen “Kleiderbügel” hin. Nun ein Kleiderbügel für alles, Schuhe, Hosen, Hemd und Jacke gehört da drauf. Abgegeben erhält man ein leicht feuchtes Band mit Nummer entgegen. Weiter zur Dusche mit praktisch vorgewärmtem Wasser aber fehlender Ablage für Shampoo oder ähnliches. Das Bad ist getrennt durch eine grosse Rutsche in eine Plansch- und einen Schwimmbereich. Das Wasser schmeckt lau und ist etwas Trübe jedoch gut geeignet zum Schwimmen. Beim rausgehen sollte ich eigentlich schon alles Begriffen haben, jedoch erlaubte ich mir die Kleider am Tresen vom Bügel zu nehmen, was natürlich noch zu früh war – verwunderte Blicke. Erst beim Verlassen der Kabine sehe ich links und rechts vom Eingang die Kleiderbügel hängen :) – fürs nächste mal. Beim zurück gehen bemerke ich noch die Beachbar mit Blick auf den Pool. Noch ganz im Stil der späten Siebzigern eingerichtet kann man da an der Bar sitzen und ins Blaue starren.

A la prochaine.

Geschrieben von camillobruni

2010-09-12 um 23:40

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Anders

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Nach einer guten Woche in Lille bemerke ich langsam die Unterschiede zum Berner Alltag.

  • Kinder haben keine Schulsäcke aber mini/micro Rollköfferchen (gibt’s auch mit Blinkrädchen)
  • und die Kinder werden praktisch ausnahmslos von Eltern hingebracht, am liebsten mit dem Auto
  • Morgens im Büro wird man mit Händedruck begrüsst
  • An der Kasse lässt man sich keineswegs stressen, zuerst wird gemütlich eingepackt danach gezahlt.
  • In Nordfrankreich wird nicht nur Baguette gegessen, im Gegenteil, die Auswahl an (vorgeschnittenen) Spezialbroten ist beindruckend
  • In Frankreich gibt’s keine EC Karten, das Teil heisst hier Carte Bleue und funktioniert nicht im Ausland
  • Sind in Frankreich Ferien dann läuft gar nix mehr, denn praktisch Alle verreisen hier, möglichst gen Süden

An den allabendlichen Radau von nebenan hab ich mich nun schon gewöhnt (meisten Fussballmatch und junge Männer in den höchsten Lagen kreischend und lachend). Mit meinem bescheidenen Kochgeschirr, eine Pfanne, Schnitzer und Rüster, ein Suppenteller, Besteck lässt sich schon fast ansenhlich (mit zwei n, wusst’ ich nicht :D ) kochen.

Anbei meine Legobüropflanze – jeden Tag aufs neue.

Geschrieben von camillobruni

2010-06-12 um 22:36

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Arrivée à Lille

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Bis jetzt habe ich die Pariser Metro immer sehr geschätzt doch ich muss sagen mit übermässig viel Gepäck läuft’s sich nicht so gut in den engen rolltreppenlosen Gängen. Dank äusserst grosszügig bemessenen 1.5h Umsteigzeit hat sich die Verspätung von 20min nicht gross bemerkbar gemacht. Angekommen am Gare du Nord hiess es mal wieder unter hunderten von anderen Reisenden warten bis die Gleisnummer berechnet wurde. Anscheinend geht das nur bis 10min vor Abfahrt. Jedenfalls gab’s genügend zu beobachten. Da war die Frau die sich lauthals über das SNCF Personal bei der unbeteiligten Pralinenverkäuferin beschwert, der vermeintlich Stumme der sich mit Pfiffen Zigaretten ergattert oder die zahlreichen Militärs die ziemlich bewaffnet nacht dem Terroristen fanden. Auch wurde wiederholt darauf hingewiesen sein Gepäck tunlichst nicht alleine zu lassen, es würde sonst zur Sicherheit aller entfernt.

In Lille sollte’s mit der Metro weitergehen, doch leider funktionieren die Ticketautomaten am neuen TGV Bahnhof nur mit Münz. Kurzerhand wurde mir die erste Fahrt von einer Frau spendiert, merci! Bei der Wahl für die Unterkunft wurde mir das modernere Gebäude nahegelegt, was ich auch brav befolgte. Bei der Ankunft stellte sich heraus, dass ich dabei die Wahl hatte zwischen 60ern und späten 70ern :) was die folgenden Fotos aus meinem Zimmer verdeutlichen.

In der ersten Woche schneite es verhältnismässig viel was zwar mit maximal 5cm Schnee nicht wahnsinnig viel ist, aber dennoch genug um den Verkehr in Lille durcheinander zu bringen. Die folgenden Fotos sind zu Beginn meiner Jogging-Runde geschossen. Die erste Runde startete ich mitten in der Nacht aufs Grat los in den Wald. Am Ende des Lac du Heron verlief ich mich irgendwo im Dickicht  und endete in einer Sackgasse, zurück ging’s dann etwas weniger Wild auf Quartiersträsschen.

Geschrieben von camillobruni

2010-03-12 um 08:42

Veröffentlicht in Lille

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